Ein umfangreicher Beruf mit guten Berufsaussichten
Der Arbeitsbereich eines CTA ist vielseitig. Eingesetzt werden Chemisch-technische Assistenten in wissenschaftliche Laboratorien von Hochschulen und kommunalen bzw. staatlichen Forschungseinrichtungen wie den Landesuntersuchungsanstalten und Umweltämtern, in der chemischen Industrie, in der Pharmaindustrie, in der klinischen Analytik, in der Erforschung und Entwicklung chemischer Produkte aber auch in der Nahrungsmittelindustrie, der Textilindustrie und der Automobilindustrie. Kaum ein Industriezweig kommt heutzutage ohne die Chemie aus!
Die eigentliche Arbeit eines CTA besteht aus der Arbeit im Labor. Hier werden Versuche vorbereitet und durchgeführt. In Betriebslaboratorien untersuchen CTA Proben der verwendeten Roh- und Hilfsstoffe, der Zwischenprodukte und der hergestellten Produkte. Im Bereich der Forschung und Entwicklung sind CTA maßgeblich an der Entstehung und Weiterentwicklung chemischer Produkte beteiligt. CTA sind somit ein wichtiger Teil der Betriebsüberwachung und des Qualitätsmanagements.
Je nach Branche gewinnt das Thema Umweltschutz zunehmend an Bedeutung. Ein wichtiges Arbeitsfeld des CTA ist daher die Zusammenarbeit mit Umweltschutztechnikern, um gewährleisten zu können, dass die hergestellten oder auch verarbeiteten Produkte keine schädlichen Einflüsse auf unsere Umwelt haben.
Die Ausbildung:
Die schulische Ausbildung zum Chemisch-technischen Assistenten dauert zwei Jahre und beginnt im September. Der praktische Unterricht erfolgt in schulinternen Laboratorien, der theoretische Unterricht im Klassenverband.
Im praktischen Bereich lernen Sie chemische, physikalische und auch biologische Untersuchungsmethoden kennen. Sie lernen u. a. wie man Arbeitsabläufe plant und durchführt, wie chemische Proben fachgerecht entnommen, untersucht und ausgewertet werden, wie mit Gefahrstoffen und Arbeitsmitteln umzugehen ist und wie Stoffe sachgerecht entsorgt werden. Die Berufsfachschulen Dr. Heinemann legen bei der praktischen Laborausbildung großen Wert auf kleine Schülergruppen und eine intensive Betreuung!
Im zweiten Ausbildungsjahr ist ein vierwöchiges Betriebspraktikum in einem zum Berufsfeld des Chemisch-technischen Assistenten gehörenden Betrieb abzuleisten. Hier sollen Sie einen Einblick in den Berufsalltag eines CTA bekommen und erste Erfahrungen mit den typischen Arbeitsmethoden sammeln. Auch Exkursionen werden während Ihrer Ausbildungszeit im Klassenverband angeboten.
Ausbildungsinhalte:
Lernziele und Lerninhalte richten sich nach den Rahmenrichtlinien für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsfachschule - Chemisch-technische Assistentin/Chemisch-technischer Assistent (hier nachzulesen: http://www.nibis.de/nli1/bbs/archiv/rahmenrichtlinien/cta.pdf ).
Die Ausbildungsinhalte werden hiernach in 15 Lernfelder unterteilt:
- Lernfeld 1 Lösungen herstellen
- Lernfeld 2 Stoffsysteme trennen und reinigen
- Lernfeld 3 Stoffe qualitativ analysieren
- Lernfeld 4 Gehalte volumetrisch und gravimetrisch bestimmen
- Lernfeld 5 Stoffe fotometrisch untersuchen
- Lernfeld 6 Stoffe dünnschicht- und gaschromatographisch untersuchen
- Lernfeld 7 Stoffe mit physikalisch-chemischen Methoden untersuchen
- Lernfeld 8 Organische Präparate herstellen und untersuchen
- Lernfeld 9 Stoffe elektrochemisch untersuchen
- Lernfeld 10 Stoffe spektroskopisch untersuchen
- Lernfeld 11 Stoffe mit Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) und
Elektrophorese analysieren
Optionale Lernfelder
- Lernfeld 12 Lebensmittel untersuchen
- Lernfeld 13 Wasser-, Boden- und Luftproben untersuchen
- Lernfeld 14 Mikrobiologische und biochemische Arbeiten ausführen
- Lernfeld 15 Qualitätssicherungssysteme anwenden
Diese Lernfelder werden dann den vier Hauptfächern
1. Chemische Analytik
2. Instrumentelle Analytik
3. Präparative Chemie
4. Wahlpflichtkurse
zugeordnet.
Neben den Lernfeldern des berufsbezogenen Lernbereichs werden noch weitere Fächer des allgemeinen Lernbereichs unterrichtet. Hierzu zählen die Fächer Deutsch, Englisch, Ethik und Politik.
Vorraussetzung:
Mindestvoraussetzung für die Ausbildung zum CTA ist der Realschulabschluss (je nach Bundesland auch mittlere Reife, Sekundarabschluss I - Realschulabschluss, Fachoberschulreife, Qualifizierter Sekundarabschluss oder mittlerer Schulabschluss genannt).
Perspektiven:
Umweltschutz, Lebensmittel- und Biochemie sind moderne Arbeitsfelder mit wachsender Bedeutung. Unser Ziel ist, dass Sie neben den klassischen Bereichen der Chemie auch in der instrumentellen Analytik sowie auf biochemischem und mikrobiologischem Gebiet fit werden. Ihre Berufsaussichten sind hier besonders günstig.
Durch die Teilnahme an Fortbildungen in bestimmten Fachgebieten wie der Arbeitssicherheit und der Qualitätssicherung können sich CTA spezialisieren.
Ferner besteht die Möglichkeit, nach entsprechender Berufspraxis, eine Fortbildung zum Techniker/-in der Fachrichtung Umweltschutztechnik oder Chemietechnik zu absolvieren.