Wie reagieren Insekten auf ein neues umweltfreundliches Schädlingsbekämpfungsmittel? Wie ist die Wasserqualität unseres Badesees? Entspricht unser Leitungswasser den gesetzlichen Ansprüchen? Wie kann ich einen Täter überführen? Entspricht das Blut des Patienten den normalen Werten? Dies sind Fragestellungen die einem Biologisch-technischen Assistenten (BTA) bei seiner Arbeit begegnen könnten.
Einsatzgebiete für BTA sind alle Bereiche der biologischen Forschung an Universitäten und Forschungseinrichtungen, dazu gehören die Gebiete der
und
Ferner werden Biologisch-technische Assistenten in der Medizin, der Veterinärmedizin und in den Laboratorien der Nahrungsmittelindustrie oder der Pflanzenschutzmittelindustrie, bei Behörden der Umweltüberwachung oder in Bundes- und Landeskriminalämtern eingesetzt.
Die eigentliche Arbeit eines BTA besteht aus Versuchen mit Pflanzen, Tieren, Zellen bzw. Zellkulturen oder Mikroorganismen aber auch aus der fachgerechten Entnahme und Untersuchung von Boden-, Luft- und Wasserproben. Dabei verbringt ein Biologisch-technischer Assistent die meiste Zeit im Labor, jedoch sind im Rahmen von ökologischen Studien oder der Umweltanalytik immer wieder Außeneinsätze möglich.
Die schulische Vollzeit-Ausbildung zum Biologisch-technischen Assistenten dauert zwei Jahre und beginnt im September. Der theoretische Unterricht erfolgt im Klassenverband der praktische Unterricht in schulinternen Laboratorien. Im praktischen Bereich lernen Sie biologische, chemische und physikalische Untersuchungsmethoden kennen. Sie lernen u. a. wie man Arbeitsabläufe plant, durchführt und auswertet, wie man mikroskopiert, Tiere seziert und präpariert, histologische Präparate erstellt, wie man Mikroorganismen kultiviert und Proben nimmt und bearbeitet. Die Berufsfachschulen Dr. Heinemann legen bei der praktischen Laborausbildung großen Wert auf kleine Schülergruppen und eine intensive Betreuung!
Im zweiten Ausbildungsjahr ist ein vierwöchiges Betriebspraktikum in einem zum Berufsfeld der Biologisch-technischen Assistenten gehörenden Betrieb abzuleisten. Hier sollen Sie einen Einblick in den Berufsalltag eines BTA bekommen und erste Erfahrungen mit den typischen Arbeitsmethoden sammeln. Auch Exkursionen werden während Ihrer Ausbildungszeit im Klassenverband angeboten.
Lernziele und Lerninhalte richten sich nach den Rahmenrichtlinien für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsfachschule - Biologisch-technische Assistentin/Biologisch-technischer Assistent (hier nachzulesen: http://www.nibis.de/nli1/bbs/archiv/rahmenrichtlinien/bta.pdf ).
Sämtliche Ausbildungsinhalte werden hiernach in 15 Lernfelder unterteilt. Diese Lernfelder werden dann den vier Hauptfächern
zugeordnet.
Neben diesen Lernfeldern werden noch Fächer wie Deutsch, Englisch, Mathe, Physik, Chemie, Ethik, Politik und Informatik unterrichtet.
Mindestvoraussetzung für die Ausbildung zum BTA ist der Realschulabschluss (je nach Bundesland auch mittlere Reife, Sekundarabschluss I - Realschulabschluss, Fachoberschulreife, Qualifizierter Sekundarabschluss oder mittlerer Schulabschluss genannt).
Während Ihrer Ausbildung hier im Hause haben Sie die Möglichkeit ein Arbeitsgebiet nach Ihren individuellen Neigungen zu wählen: von Ökologie über Biochemie, Genetik bis zur Mikrobiologie. Insbesondere in den Bereichen Biotechnologie, medizinische Forschung und Umweltschutz werden qualifizierte Fachkräfte gebraucht. Als BTA haben Sie somit gute Berufsaussichten.